shopping-bag 0
Items : 0
Subtotal : 0,00
View Cart Check Out

4:0 in Oberbieber: Die A-Jugend eröffnet mit einer Ansage

Es gibt Auftaktspiele, die man abhakt, und es gibt solche, über die man noch im Winter redet. Was die A-Jugend am Samstagabend beim VfL Oberbieber ablieferte, gehört in die zweite Kategorie. Co-Trainer Rainhard Schulz fasst die neunzig Minuten in einem Satz zusammen: „Spiel auf ein Tor, von Beginn bis Ende.“

Los ging es früh. Nach einer Balleroberung im Mittelfeld setzte sich Finn Patschula über außen durch, legte quer auf Luis Kim Bures – und der schob den Ball ins Eck. 1:0 nach neun Minuten. Es hätte der Auftakt zu einem klaren Halbzeitergebnis werden können, denn die Großchancen kamen anschließend im Fünf-Minuten-Takt: Noah Weidenbach, Aras Al Hassan, Finn Patschula und Luis Kim Bures hätten die Partie schon vor der Pause entscheiden können. Wie wenig Oberbieber dagegenzusetzen hatte, zeigt eine Zahl: Torhüter Jonas Görres musste in der ersten Halbzeit genau einmal eingreifen – um einen Freistoß aus der Ecke zu holen.

Nach dem Seitenwechsel dasselbe Bild, dieselben Chancen, derselbe Takt. Und dieselbe Erlösung, die auf sich warten ließ. Nach einer Ecke von Bures dachten alle, das 2:0 sei gefallen – Tom Bringer hatte getroffen, doch der Schiedsrichter entschied nach dem Schuss von Alessio auf Abseits.
Der Knoten platzte schließlich in der 65. Minute, und zwar sehenswert: Balleroberung in der eigenen Hälfte, sofort der tiefe Ball, und Giulio Cristofalo hob die Kugel über den Torwart ins lange Eck. 2:0. „Danach konnten alle befreit durchatmen“, so Schulz, „und die Jungs legten die Nervosität ab.“ Nur sechs Minuten später besorgte Al Hassan mit einem Fernschuss das 3:0 (71.).
Den Schlusspunkt setzte die Mannschaft so, wie sie das ganze Spiel bestritten hatte: mit hohem Anlaufen. In der 82. Minute wurde der Gegner früh gestört, nach der Balleroberung ging der Ball in die Tiefe, Max Schmickler, der bei 3 weiteren Toren beteiligt war, leitete gedankenschnell weiter auf Patschula – und der hämmerte ihn mit Vollgas ins lange Eck. 0:4.
Dass am Ende die Null stand, war auch ein Verdienst von Görres, der in der zweiten Hälfte sein Talent unter Beweis stellen konnte. Und ja: Es blieben zahlreiche Chancen ungenutzt – „es fehlte an Entschlossenheit und Glück“, räumt Schulz ein. Ein Luxusproblem an einem Abend, an dem 70 Zuschauer in Oberbieber eine Mannschaft sahen, die vom Anpfiff an das Kommando übernahm.

Bemerkenswert ist der Auftritt auch aus einem anderen Grund: Genau eine Woche vorher hatte dieselbe Mannschaft im Test bei Fortuna Bonn ein 1:6 kassiert. Sieben Tage später ein 4:0 im ersten Pflichtspiel der Saison. Das sagt eine Menge darüber, wie dieses Team mit Rückschlägen umgeht.
Das erklärte Ziel lautet, bis zum Winter unter die ersten Acht zu kommen.

zusammen.immer.abc.