Andreas Dick – Einer, der Schweres leicht aussehen lässt

Er ist kein „Lautsprecher“. Andreas Dick, der regionalligaerfahrene Sommerzugang, überzeugt mit Leistung auf dem Spielfeld und seinem sympathischen ruhigen und jederzeit souveränem Auftreten.

„Vor der Saison haben wir Andi mit großen Erwartungen für uns gewinnen können. Den Vorschusslorbeeren ist er in allen Punkten mehr als gerecht geworden. Sportlich und menschlich ist Andi ein absoluter Leistungsträger des Teams, der mit kühlem Kopf als Stratege vorangeht.“

Lukas Röhle (Sportdirektor, ABC)

Der in der ersten Saisonhälfte fast ausschließlich auf der „Sechs“ agierende jüngere Bruder von Abwehrspieler Alexander Dick spielte zumeist unauffällig, ist aber wie nicht anders erwartet ein absoluter Leistungsträger. Die geschulten Augen der Fußballfachleute erkennen sofort wie effektiv der Auswahlspieler der Bundeswehr für sein Team ist. Er trifft fast immer die richtigen Entscheidungen, lässt Schweres leicht aussehen, beherrscht den Ball gleichermaßen wie das Passspiel und ist unabhängig des Spieltempos fast immer anspielbar.

„Andi ist charakterlich und spielerisch ein einwandfreier Spieler, der uns Trainern und der Mannschaft auf und abseits des Feldes sehr gut tut. Er kann ein Spiel sehr gut lesen, ist torgefährlich und sehr zweikampfstark, agiert sehr geschickt und ist dazu defensiv sehr variabel einsetzbar. Für uns ein ganz wichtiger Spieler.“

Jonny Susa (Chef-Trainer, ABC)

Der 29jährige Dick interpretiert die Position zwischen Angriff und Abwehr, wie es sich wohl jeder Trainer wünscht: Blick für den Raum sowie Mit- und Gegenspieler, ein sicherer Spielaufbau, Torgefahr und Zweikampfstärke machen den Endzwanziger für Chefcoach Jonny Susa so ungemein wertvoll.

„Unabhängig von seinen sehr überzeugenden sportlichen Leistungen ist Andi auch privat ein sehr feiner und angenehmer Typ. Mit seiner positiven Einstellung ist er für unser Team ein großer Gewinn.“

Marco Liersch (Spielführer, ABC)

Es bleibt zu hoffen, dass Andreas Dick, der für den 1. FC Köln und den Bonner SC insgesamt vier Jahre in der Regionalliga spielte,  auch über den letzten Spieltag 2018/2019 hinaus für den ABC am Ball bleibt.

INTERVIEW MIT ANDREAS DICK:

Andreas, du spielst auch in der Bundeswehr-Nationalmannschaft. Wie kommt man zu dieser Ehre?

Andreas Dick:

Ich wurde 2008, damals noch von der Wehrpflicht betroffen, zur Bundeswehr eingezogen. Ein fußballverrückter Brigadegeneral hatte davon Kenntnis bekommen, sodass ich seitdem für diese Auswahlmannschaft spiele.

Und was waren dort deine Höhepunkte?

Andreas Dick:

Ich durfte zweimal bei militärischen Weltmeisterschaften in Baku (Aserbaidschan) und Muskat (Oman) antreten und im letzten Jahr gab es anlässlich des Endes des zweiten Weltkrieges gegen die englische Militärauswahl eine Partie vor zehntausend Zuschauern in einem englischen Zweitligastadion.

Von 2013 bis 2015 warst du Kapitän beim Bonner SC. Wie intensiv hast du diese Zeit erlebt und was ist an Highlights hängengeblieben?

Andreas Dick:

Es war dort eine sehr schöne Zeit, da ich einerseits meinem Studium nachgehen konnte und andererseits unter semiprofessionellen Bedingungen Fußball gespielt habe. Mit dem Aufstieg in die Regionalliga ist uns dort etwas Herausragendes gelungen, wovon der Verein auch jetzt noch profitiert. Einer der schönsten Momente war zum Ende der Regionalligasaison der Gewinn des Mittelrheinpokals, was zeitgleich auch mein letztes Spiel für den Verein war.

Seit Saisonbeginn bist du für den ABC aktiv. Wie fällt dein bisheriges Fazit aus?

Andreas Dick:

Ich kann bislang ein durchaus positives Fazit ziehen. Als Liganeuling haben wir mit dem Saisonstart (Anm.: Sieben Siegen in Folge) für Furore gesorgt, sind allerdings gegen Ende der Hinrunde etwas eingeknickt. Das mag auch am Kader liegen, wo sich viele jüngere und im Seniorenbereich unerfahren Spieler befinden. Als einer der Routiniers im Team ist es u.a. meine Aufgabe, jetzt in der Rückrunde wieder für die nötige Kontinuität auf dem Platz zu sorgen.

In Folge einer schweren Verletzung deines Bruders Alexander während der Wintervorbereitung musstest du von der Position im defensiven Mittelfeld auf den Posten des Innenverteidigers wechseln. Wo agierst du am liebsten?

Andreas Dick:

Ich bin gelernter Innenverteidiger und habe dort den Großteil meiner Karriere gespielt. Zurzeit bevorzuge ich jedoch die Position vor der Abwehr, da ich dort noch mehr Einfluss auf das Spielgeschehen nehmen kann.

Du bist ausgebildeter Fitnesstrainer und Inhaber der A-Lizenz. Ist dadurch ein künftiger Weg als Trainer schon vorgezeichnet?

Andreas Dick:

Die Weichen sind gestellt. Was sich dann daraus ergibt, wird die Zeit zeigen. Selbstverständlich liegt es nahe, dass ich in der Zukunft auch auf die Trainerschiene wechseln werde.

Die heiße Phase der Gespräche über die Vertragsverlängerungen ist bereits im Gange. Wie sieht es bei dir aus? Wird Andreas Dick auch in der kommenden Spielzeit im ABC-Trikot auflaufen?

Andreas Dick:

Erste Gespräche haben bereits stattgefunden. Was sich daraus ergibt, werden wir in den kommenden Wochen sehen.

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