INTERVIEW MIT TUS KOBLENZ-KAPITÄN MICHAEL STAHL

WIR ERWARTEN EINEN HEISSEN POKALFIGHT“

Michael Stahl symbolisiert vieles, wofür die TuS Koblenz im neuen Jahrtausend bekannt ist. Entsprungen aus der bekannten Schängel-Schmiede prägte Stahl die glorreichen Zweitligazeiten des Klubs, blieb dabei selbst bei großen Erfolgen stets bodenständig und authentisch. Auch die zahlreichen schmerzhaften Niederschläge durchlebte der 31-jährige Mittelfeldmotor in Koblenz hautnah und hielt als Führungsfigur seinem Verein unnachahmlich die Treue. Er kämpfte sich aus einer schweren Verletzung zurück auf den Platz, als niemand, außer ihm, mehr an ihn glaubte. Nach dem erneuten Umbruch ruhen die Hoffnungen der Schängel auf der Erfahrung, dem Charakter und der Leidenschaft der Identifikationsfigur der jungen Koblenzer Mannschaft. Michael Stahl – ein Vorbild für jeden Fußballer.

Pokalwettbewerbe haben in deiner Karriere eine prägende Rolle eingenommen. 2011 gelang dir gegen die Alte Dame aus Berlin das Tor des Jahres. Was war dein schönster Pokalmoment? Was war der bitterste?

MS:

Mein schönster Pokalmoment war der Schlusspfiff gegen Hertha BSC Berlin. Gar nicht mal das Tor, auch wenn es die befreiende 1:0-Führung war. Mit dem Schlusspfiff war endgültig klar, dass wir als Drittligist die Sensation gegen bis dahin ungeschlagene Berliner vollbracht hatten. Verbunden mit meinem Tor war der Einzug in die 3. Runde ein Erlebnis, das man sein Leben lang nicht vergisst.  Der bitterste Pokalmoment war das Pokalaus 2014 gegen Eintracht Trier. Wir steckten in einer schwierigen Situation, haben uns unter Trainer Evangelos Nessos aufgerappelt und wollten das Derby auf dem Oberwerth gewinnen. Wir hatten das Spiel in der Hand, wollten das Glück unbedingt erzwingen und verloren die Partie schlussendlich im Elfmeterschießen.

Nach dem Umbruch im Sommer scheint die Mannschaft zusammengefunden zu haben. Zwei Siege gegen Karbach und Mechtersheim sprechen für ein immer besser funktionierendes Teamgefüge. Stimmt der Eindruck?

MS:

In den letzten Spielen hat die Mannschaft gemerkt, dass für uns zunächst die Grundtugenden des Fußballs im Vordergrund stehen müssen. Lauf- sowie Kampfbereitschaft, Wille, Leidenschaft und bis zur letzten Minute alles raushauen. Wir sind noch nicht eingespielt, kommen aber langsam im Tritt. Wenn wir den Trend der letzten beiden Spiele beibehalten, geht unsere Entwicklung in die richtige Richtung.

Was sind die Saisonziele für dein Team in dieser Spielzeit?

MS:

Ich glaube nach dem riesigen Umbruch ist es nicht sehr ratsam Saisonziele auszugeben. Unser Ziel muss es sein, jede Partie mit einem unbedingten Siegeswillen anzugehen. Wir sind als Team in der Lage jedes Spiel zu gewinnen, auch wenn uns das natürlich nicht immer gelingen wird. Wie in den letzten Spielen müssen wir diese Einstellung in jeder Partie aufbringen. Es ist ratsam von Aufgabe zu Aufgabe zu schauen. Wenn wir das beherzigen, werden wir am Ende auch zufriedenstellende Ergebnisse erzielen. Wir möchten nach dem schwierigen Saisonstart bis zum Winter in der Oberliga klettern und im Pokal überwintern. Dann werden wir weitersehen, zu was es in dieser Saison reicht.

Der Ahrweiler BC grüßt von der Tabellenspitze der Rheinlandliga, musste aber zuletzt die erste Niederlage hinnehmen. Wie schätzt du die Leistungsstärke des ABC ein?

MS:

Nachdem Ahrweiler im letzten Jahr in der Bezirksliga dominiert hat, knüpfen sie in diesem Jahr nahtlos an die Leistungen an. Uns erwartet ein absolutes Spitzenteam der Rheinlandliga. Wir haben in den letzten Jahren immer wieder die Erfahrung gegen Mannschaften wie Eisbachtal gemacht, dass solche Teams richtig guten Fußball spielen. Die Jungs sind fit und heiß auf die Pokalnacht. Bekanntlich mobilisieren die Spieler in Pokalspielen immer noch ein paar Prozent mehr. Wir schätzen Ahrweiler sehr stark ein, erwarten einen heißen Pokalfight und freuen uns auf die Partie.

Das Pokalspiel in Bad Neuenahr-Ahrweiler ist auf dem Papier eine schwierige Pflichtaufgabe. Wie schätzt du die Ausgangslage vor der Partie ein?

MS:

Wie so oft im Pokal sind wir der Favorit und werden die Rolle auch annehmen. Uns erwartet der Pokalklassiker: Unterklassige Mannschaft gegen höherklassige Mannschaft. Ahrweiler will die Sensation und auf dem Platz wird eine heiße Pokalstimmung vorherrschen. Dennoch fahren wir nach Bad Neuenahr-Ahrweiler mit breiter Brust und wollen eine Runde weiterkommen.

Foto:

TuS-Kapitän Michael Stahl   @Didi Mühlen

DIE POKALNACHT WIRD PRÄSENTIERT VON UNSEREN SPIELTAGSPARTNERN:

OPTIK EBERLE

https://www.optikeberle.de/

D-P OFFICE AG

https://www.dpoffice.de/

 

 

 

 

Schreibe einen Kommentar