SENIOREN-RHEINLANDLIGA / 4. SPIELTAG

GEGNERVORSTELLUNG: FSV SALMROHR

Am morgigen Samstag, den 18.08.2018, tritt der Ahrweiler BC zum zweiten Auswärtsspiel in der Rheinlandliga an. Um 15.30 Uhr ertönt der Anpfiff zur Partie gegen den Oberligaabsteiger FSV Salmrohr im Salmtalstadion. Der Gegner gehört zu den namhaftesten Vereinen im Rheinland und gar im ganzen Fußball-Südwesten. Zu Beginn der 80er-Jahre agierte Salmrohr auf der dritten Ligaebene, der Oberliga Südwest, auf Augenhöhe mit dem 1.FC Saarbrücken und dem FSV Mainz 05 (!!). Sogar Zweitligafußball wurde den Fans geboten. Namen wie Klaus Toppmöller und Paul Linz liefen für den FSV auf und saßen auch auf der Trainerbank. Bernd Hölzenbein, der Weltmeister von 1974, bestritt beim FSV Salmrohr seine letzten Punktspiele und „Euro-Eddy“ Edgar Schmitt trug mit seinen beiden Toren in der Relegation gegen Ulm und Offenbach zum Aufstieg in die 2. Bundesliga bei. In 1990 gelang dem Team vor den Toren Triers gar der Gewinn der Deutschen Amateur-Meisterschaft.

Seit 2011 bis zur letzten Saison spielte Salmrohr ununterbrochen in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar und scheiterte 2013/2014 nur sehr knapp mit einem 0:0 und 0:1 gegen den FC Nöttingen am Aufstieg in die Regionalliga Südwest. Nach der letzten Saison musste das Team den bitteren Gang in die Sechstklassigkeit antreten. Und auch zu Beginn dieser Saison scheint noch Sand im Getriebe des ehemaligen Zweitligisten zu sein. Saisonübergreifend wartet man im Salmtal nun schon seit sechs Spielen auf einen Sieg. In die neue Spielzeit startete man sogar mit drei Niederlagen. Jedoch hatte es die Mannschaft von Trainer Lars Schäfer, der in der letzten Winterpause einen Statuswechsel vom Spieler zum Trainer vollzog, bisher auch mit starken Gegner zu tun. Bei der SG Hochwald Zerf und im Heimspiel gegen TuS Mayen (jeweils 1:2) musste man drei der vier Gegentore in der Schlussviertelstunde schlucken und beim 1:5 in Eisbachtal wurde Keeper Andrei-Sorin Popescu beim Stand von 0:0 mit einer Roten Karte des Feldes verwiesen. An der Qualität des Kaders kann der klassische Fehlstart des FSV nicht ausgemacht werden.

So konnte die Start-Elf aus dem Spiel in Eisbachtal immerhin ca. 400 Spiele in der Oberliga aufweisen. Zuzüglich der knapp 200 Regionalligaspiele, die der Königstransfer dieser Spielzeit, Michael Dingels, aufweisen kann. Der Neuzugang von Eintracht Trier ist auch der Abwehrchef und ganz sicherlich einer der besten Verteidiger der Rheinlandliga. Auch vorne ist Salmrohr gut bestückt. Zentrumsstürmer Ekene Anthony Ozoh, der u.a. auch schon für Atletico Madrid B in der dritten Liga in Spanien seine Tore schoss und der agile Peter Schädler sind jederzeit in der Lage die Abwehrreihen in der Rheinlandliga extrem zu fordern. Dem erst 22jährigen talentierten Schädler gelang in der Saison 2016/2017 mühelos der Sprung von der Bezirksliga in die Oberliga.

Vielleicht sind es aber auch die Unruhen im letzten halben Jahr im Umfeld des Klubs, welche das Team aktuell so weit hinter der eigentlichen Leistungsstärke hinterherhinken lässt. Der sportlichen Misere in der Oberliga folgte die geplatzte Fusion mit dem ehemaligen Rheinlandligisten SV Dörbach und die Abmeldung der zweiten Mannschaft vom Spielbetrieb der Kreisliga A.

Aber egal was zuletzt auf und neben dem Platz beim FSV Salmrohr schief lief, am Samstag wird auf den ABC ein Gegner warten, der nominell zum erweiterten Kreis der Aufstiegskandidaten gehört. Auf die Susa-Truppe wartet ein heißer Tanz mit einem qualitativ guten Gegner, welcher allerdings schon mit dem Rücken zur Wand steht. Im ABC-Kader wird einzig Furkan Kalin (Arbeit) fehlen. Wer für Kalin, der zuletzt rechts offensiv und defensiv spielte, einspringt, will Susa erst spät entscheiden, ggf. relativ kurz vor dem Anpfiff.

 

 

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