„ALS ABC-FAMILIE, IN DER JEDER ANPACKT, KÖNNEN WIR GEMEINSAM VIEL ERREICHEN!“

Der stellvertretende Vorsitzende Lukas Röhle, der aktuell den Posten des Abteilungsleiters der Herren bekleidet, ist aufgrund seiner Kompetenz, gepaart mit Innovation und Weitsichtigkeit fast aus keinem Entscheidungsgremium des ABC wegzudenken. Der Student der Betriebswirtschaftslehre profitiert dabei auch von einer knapp dreijährigen Tätigkeit bei TuS Koblenz und einem Praktikum beim Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen. Er ist Planer und Macher zugleich und ein Gesicht, was für den Aufstieg des ABC steht. In diesem Interview haben wir Lukas Röhle zu der abgelaufenen und zu der bevorstehenden Saison befragt.

Es klingt wie ein Fußballmärchen. Von der Kreisliga B in einem durch bis in die Rheinlandliga. Wie funktioniert so etwas?

Lukas Röhle:

Unser Erfolg beruht auf dem Zusammenspiel von allen Parteien. Wir arbeiten als „ABC-Familie“, bestehend Trainerteams, Mannschaften und Vorstand, gemeinschaftlich an unseren Zielen und pflegen ein hervorragendes Teamwork. In dieser Geschlossenheit liegt der Schlüssel des vorherrschenden Aufschwungs.

Wie würdest du das Team der neuen Saison unter der Berücksichtigung der Neuzugänge charakterisieren?

Lukas Röhle:

Zunächst gilt hervorzuheben, dass die Mannschaft in der Spielzeit 2017/18 grandios aufgetreten ist. Es scheint, dass wir nun wieder eine gelungene Mischung zwischen hoffnungsvoll Talenten und erfahrenen Führungsspielern gefunden haben. Wir sind überzeugt, dass alle Neuzugänge das stabile Gerüst unseres Teams bereichern werden. Insgesamt lässt sich die Mannschaft als charakterstark, ambitioniert und gefestigt beschreiben.

Große lokale Duelle bspw. gegen Mayen, Oberwinter, Andernach, Mendig u.a. stehen künftig auf dem Spielplan. Hat der ABC in der Rheinlandliga seine sportliche Heimat gefunden?

Lukas Röhle:

Der ABC freut sich auf die Rheinlandliga und die aufgeführten Partien. Als Verein mit den gegebenen Rahmenbedingungen einer Kreisstadt wie Bad Neuenahr-Ahrweiler darf man das Ziel haben, sich in dieser Spielklasse zu etablieren. Ob uns dies auf Anhieb gelingt, werden wir am Ende des Jahres wissen.

Was hat sich verändert, bzw. wird sich durch den rasanten Aufstieg der letzten Jahre verändern? Muss man sich in verschiedenen Sparten, bspw. beim Marketing, breiter aufstellen?

Lukas Röhle:

Der Aufstieg ist das Resultat von zahlreichen stetigen Fortschritten in den Bereichen Vereinsführung, Herren- und Jugendfußball, Pressearbeit, Vermarktung und Infrastruktur. Gemeinsam wurde ein starkes Fundament geschaffen. Nichtsdestotrotz finden wir in den höheren Ligen auch gesteigerte Anforderungen vor. Im Bereich Sponsoring sehe ich uns als wirkungsvollen Werbepartner. Durch unser reichweitenstarkes mediales Auftreten und das verbundene Interesse an unserem emotionalen Content, steigt die Aufmerksamkeit von potenziellen Partnern. Hier werden wir ansetzen.

Was ist das realistische Ziel in der Rheinlandliga?

Lukas Röhle:

Wir haben uns als Vorstand in dieser Saison entschieden ein klares Saisonziel zu benennen. Hiermit weichen wir von den Vorjahren ab, in denen wir diesbezüglich abwartend agiert haben. Das Saisonziel lautet: Etablieren in der Rheinlandliga und möglichst früh den Abstiegskampf abhaken. Auf die Tabelle übertragen bedeutet dies Platz acht bis zehn. An dieser Zielsetzung lassen wir uns messen. Betonen möchte ich, dass von Außen aufgestellte optimistischere Einschätzungen aktuell nicht zu stemmen sind.

Spürt man im Verein ein größeres Interesse am ABC?

Lukas Röhle:

Definitiv! Grade die vergangenen Wochen haben für einiges entlohnt, was wir quasi geräuschlos erarbeitet haben. Dies betrifft die Begeisterung in der Bevölkerung von Bad Neuenahr-Ahrweiler und auch die sportliche Attraktivität für Herren- und Jugendspieler. Mich persönlich freut besonders, dass die einheimische Geschäftswelt unsere Bemühungen für unsere Stadt zunehmend honoriert.

Gibt es langfristige Ziele und wie sehen diese aus?

Lukas Röhle:

Unsere Ziele sind strategisch gehalten und unabhängig von kurzfristigen Entwicklungen. In meinen Worten lassen sich drei Oberthemen anführen: Erstens gilt es die Identifikation mit dem ABC und der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler zu stärken. Wir möchten Vereinsspieler hervorbringen, die unser rot-weißes Trikot mit Stolz tragen. Zweitens streben wir eine stärkere Einbindung aller Mitglieder in die Vereinsarbeit an. Die Aufgabenverteilung hat sich verbessert, ist an einigen Stellen aber noch zu sehr konzentriert. Drittens liegt es uns am Herzen Werte zu vermitteln. Zusammengefasst sind diese im aktuellen Leitspruch „Respekt – Toleranz – Leidenschaft“. Alles steht unter dem Motto: Als ABC-Familie, in der jeder anpackt, können wir gemeinsam viel erreichen!

Mit Ausnahme des letzten Zugangs Andreas Dick waren die Neuzugänge für 2017/2018 sehr früh unter Dach und Fach. War das Absicht oder nur den Umständen geschuldet?

Lukas Röhle:

Bereits im November haben wir einen Plan für die Kaderzusammenstellung entwickelt und diesen, im Hinblick auf die Ressourcen und den zeitlichen Verlauf, in allen Punkten eingehalten. Mir war wichtig, dass wir vor Beginn der zweiten Saisonhälfte im März die Zusagen vom Großteil der Mannschaft vorliegen hatten und diese unabhängig von der Ligazugehörigkeit gelten. In vereinzelten Ausnahmefällen haben wir in Absprache mit den Betroffenen bis in den Mai gewartet, um die perfekte Abstimmung zu finden. Ein großes Lob geht an das Trainerteam um Jonny Susa und alle Spieler, die sich diesbezüglich vorbildlich verhalten haben.

Wie lange dauerte eigentlich die Vertragsverlängerung mit Jonny Susa im Winter?

Lukas Röhle:

Genau genommen hätte es wahrscheinlich kein Gespräch benötigt. Wir kennen und schätzen Jonny und seine akribische Arbeit für die Belange des Vereins. Jonny wiederum weiß sehr gut einzuordnen, was er am ABC hat. Mir ist wichtig auch die weiteren Mitglieder der Trainerriege anzuführen. Jasmin Ibrahimovic und Murat Aslan sind Garanten des Erfolges. Mit Julian Hilberath stößt ein Gesicht des ABCs nun zum Gespann dazu. Im Winter habe ich mich mit allen einzeln getroffen und überaus angenehme Gespräche geführt. Jeder hat die Entwicklung des Vereins bravourös eingestuft und die vorhandenen Möglichkeiten ohne Verhandlungen akzeptiert. Die Zusagen wurden unmittelbar getroffen, da wir uns alle in der Konstellation sehr wohl fühlen. Unsere Zusammenarbeit ist geprägt von Vertrauen und Respekt.

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