Menschen beim ABC: Maximilian Ahrens

Sunny, Susa und Steve

Wenn man Maximilian Ahrens nach den Trainern fragt, von denen er bisher am meisten gelernt hat, so kommt es wie aus der Pistole geschossen: „Jonny Susa, Jasmin Ibrahimovic und Sunny (Sebastian) Sonntag.“ Letztgenannter trainierte Maximilian Ahrens zu dessen Zeit bei den Junioren. Und schaut man insbesondere im Seniorenbereich genau hin, so hat der 1996 geborene Defensivspieler gerade innerhalb der letzten eineinhalb Jahre in der Zusammenarbeit mit Susa und Ibrahimovic eine sehr positive Entwicklung hingelegt. So hatten das Eigengewächs, der bisher stets für den ABC die Kickerstiefel schnürte, nur die wenigsten auf dem Zettel, als es um die Vergabe der Stammplätze zu Beginn der Saison ging. Aber der Auszubildende der Kreissparkasse Ahrweiler „nutzte als Gewinner der Vorbereitung die Chance, die er gar nicht hatte“, weiß Jonny Susa zu berichten.

Bis zur Verletzung unverzichtbar

Nicht nur in Ermangelung an guten Außenverteidiger stand der Fan von Borussia Mönchengladbach bis zu seiner Meniskusverletzung am elften Spieltag beim Auswärtsspiel in Metternich zumeist in der Startelf. Als Stärken fallen einem bei dem Rechtsfuß das gute Zweikampfverhalten und die gute Fitness direkt ins Auge. „Max“ Ahrens, dessen Vorbild das ewige Liverpool-Idol „Steve“ Gerrard ist und dessen bisher stärkster Mitspieler sein aktueller Teamkollege Almir Porca ist, war selber ein wenig erstaunt über die regelmäßigen Einsätze im ersten Saisondrittel. „Möglichst viel Einsatzzeit und einen ordentlichen Anteil am Erfolg“, so seine Zielsetzung bei Beginn der Saisonvorbereitung.

„Max hat sich von seiner Persönlichkeit her toll entwickelt. Er ist erwachsener und selbstsicherer geworden. Im Zweikampfverhalten agiert es stabiler als früher. Er hat die Kritik der Trainer angenommen. Bis zu der Verletzung im Spiel beim FC Metternich war er der große Gewinner der Vorrunde. Max ist ein feiner Kerl mit einem guten Charakter, der zur Persönlichkeit gereift ist und auf und neben dem Platz Verantwortung übernimmt. Zudem kann man ihn rundum als sehr angenehmen Menschen wahrnehmen.“

Jonny Susa (Cheftrainer, Ahrweiler BC)

„Sich hängen lassen“ kann Maximilian Ahrens bei Teamkollegen absolut nicht nachvollziehen und noch weniger tolerieren. Das bringt den sonst sehr kontrollierten Ahrens auf die Palme. Seine größten Erfolge bei den Senioren entstammen den letzten beiden Spielzeiten, als er im Team der ersten Mannschaft zweimal in Folge jeweils in die Kreisliga A und die Bezirksliga aufstieg. Bei den Junioren, wo der ehrgeizige, immer motivierte und kampfstarke Rechtsfüßler schon auf allen Positionen eingesetzt wurde, waren diverse Aufstiege mit den A- und B-Junioren in die Bezirksliga die größten sportlichen Erfolge. Die Gene eines guten Fußballers bekam Maximilian Ahrens quasi mit in die Wiege gelegt. Sein Vater lief einst für den Bonner SC auf. Die endgültige Entscheidung sich festzulegen fortan als Verteidiger zu agieren, fällte der mit christlichen Werten großgewordene Blondschopf zu seiner Zeit als B-Junior.

Comeback noch in dieser Saison?

Ob Ahrens in dieser Saison nochmals auflaufen kann ist ungewiss. Aber abschreiben, ob aktuell oder in der neuen Spielzeit, sollte man den ehrgeizigen Fan von Borussia Mönchengladbach nicht. Den zurückliegenden Laufeinheiten ließ er unlängst die ersten dosierten Trainingseinheiten mit dem Ball folgen. Denn Fußball spielt für Ahrens eine zentrale Rolle in seinem Leben. So würde er das runde Spielgerät nebst einem Foto der Familie und einem Handy auch mit auf eine einsame Insel nehmen. Es gibt Spieler in seinem Alter, deren Erfolge auf dem Briefkopf weniger Platz einnehmen würden als bei ihm, insofern ist er mit dem bisher Erreichten sehr zufrieden. Zwar noch jung an Jahren könnte sich Maximilian Ahrens durchaus vorstellen selber als Trainer zu agieren, wobei dieses aktuell aus beruflichen Gründen zeitlich nicht umsetzbar wäre. Er ist einer der Spieler, welche die Kategorie Vereinsspieler am besten vorleben. Der Ahrweiler BC ist froh einen Menschen und Aktiven wie Maximilian Ahrens mit an Bord zu haben.

 

Schreibe einen Kommentar