Bezirksliga Mitte / 20. Spieltag / Nachholspiel – Gegner-vorstellung: FC Cosmos Koblenz

Am morgigen Mittwoch, 28. März, empfängt der Ahrweiler BC den FC Cosmos Koblenz zum Nachholspiel des 20. Spieltags der Bezirksliga Mitte auf dem Kunstrasenplatz im Apollinarisstadion in Bad Neuenahr. Der Anstoß erfolgt um 20.00 Uhr. Die Gäste, die aktuell auf dem 15. Tabellenplatz rangieren,  haben an den drei letzten Spieltagen mit einer knappen 1:2-Niederlage in Urmitz und einem klaren 6:2-Sieg gegen die SG Mengerschied sowie einem Remis gegen die SG Gönnersdorf unter Beweis gestellt, dass die Form pünktlich zu Beginn der Restrückrunde wieder stimmt.

Vergangene Spielzeiten:

Der FC Cosmos Koblenz, der von der Saison  2008/2009 bis zur Spielzeit 2010/2011 dreimal in Folge von der Kreisliga D in die Kreisliga A aufstieg, geht seit 2014/2015 in der Bezirksliga auf Punktejagd. Die beste Platzierung, die Cosmonauten landeten auf dem dritten Tabellenrang, erreichte das Team in der Premierensaison. Obwohl stets als Geheimfavorit gestartet, erreichte der FC Cosmos danach „nur“ noch die Abschlussränge acht und sieben. Auffällig ist die Diskrepanz zwischen der Offensive und Defensive. So haben in den letzten beiden Spielzeiten nur sieben bzw. vier Mannschaften mehr Gegentore hinnehmen müssen. Darunter jeweils die beiden Tabellenletzten. Auch zum Abschluss der Saison 2014/2015, als die Punkterunde mit einem dritten Rang abgeschlossen werden konnte, erhielten nur sieben Ligakonkurrenten mehr Gegentore als der FC Cosmos.

Die Vorbereitung:

Alles andere als optimal sah diese beim FC Cosmos aus. Neben den witterungsbedingten Problemen und der Grippewelle mussten sich die Akteure des Tabellenvierzehnten auch an den bereits vierten(!!) Trainer in der aktuellen Spiel gewöhnen. In vier Spielen gegen unterklassige Mannschaften gelangen drei Siege. U.a. ein 3:2 gegen den SV Rheinland Mayen. Gegen den Tabellenzweiten der Kreisliga B Westerwald/Wied, FC Kosova Montabaur, gab es eine 0:5-Heimniederlage.

Die aktuelle Spielzeit:

Die Mannschaft sorgte in der Vorrunde für jede Menge Negativschlagzeilen. Sportlich blieb das sich im Abstiegskampf befindende Team weit hinter den Erwartungen vieler Szenekenner zurück. Drei Trainerwechsel, geringe Trainingsbeteiligung und Gerüchte über ausgebliebene Knappschaftszahlungen waren für die Außendarstellung nicht förderlich. Der Start in die neue Spielzeit war verheißungsvoll. Nur knapp im Elfmeterschießen scheiterte man in der Auftaktrunde des Rheinlandpokals an der SG 99 Andernach. Dann folgte allerdings eine fast unglaubliche Negativserie. Aus den ersten neun Punktspielen konnte nur ein Zähler erzielt werden. Durchschnittlich kassierte die Mannschaft dabei ca. 3,7 Gegentore pro Partie. Erst am 15. Oktober, beim 2:0-Heimsieg gegen die SG Müden, konnte der erste Saisonsieg verbucht werden. Zuletzt aber kam die Mannschaft besser in Tritt und liegt in der jahresübergreifenden Rückrundentabelle auf dem sechsten Rang. Nicht ganz überraschend ist Ismayil Barut der treffsicherste Cosmos-Akteur. Er liegt mit 14 Treffern auf dem zweiten Rang der Torschützenliste.

Das Hinspiel:

„Wir mussten diese Pflichtaufgabe erfüllen, was nicht einfach war. Uns ist es gelungen kaum etwas an gewaltigen Chancen zuzulassen und wir sind in erster Linie über den Kampf, Einstellung und Mentalität in die Partie gekommen“, so  ABC-Coach Jonny Susa nach intensiven 90 Minuten auf dem Hartplatz in Koblenz, den der ABC in erster Linie durch die größere Anzahl an Torchancen als verdienter Sieger verließ. Mit 2:1 (1:0) ging das Match an den ABC, was zugleich das letzte Spiel von Cosmos Coach Aydogan Erkan war und den ersten Trainerwechsel auslöste. Nach den Toren von Julian Hilberath (23.) und Florian Jacobs (65.) konnte Gabriel Petrovic mit einem Foulelfmeter in der 83. Minute nur noch auf 1:2 verkürzen.

Die Prognose:

Von der Papierform her eine klare Angelegenheit. Tabellenerster gegen Abstiegskandidaten. Aber der Schein trügt. Der FC Cosmos Koblenz ist kein typisches Kellerkind. Unter Trainer Dieter Stoll scheint die Mannschaft auch als solche wieder zu funktionieren. Was die individuelle Stärke angeht, ist Cosmos, u.a. durch Albert Buhler, Gabriel Petrovici und in erster Linie durch Sturmtank Ismayil Barut, brutal gut besetzt. Sollte die Form der Gäste stimmen ist es eine Partie zwischen zwei Spitzenteams, von denen eins in der unteren Tabellenregion platziert ist. Für den ABC wird es wichtig sein, den Fuß von Spielbeginn an in der Tür zu haben und die nicht immer sattelfeste Defensive der Cosmonauten ein ums andere Mal zu fordern.

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