Von der Ahr an die Alster

Nicht nur im Kader des Ahrweiler BC, sondern auch im Funktionsteam hieß es am letzten Samstag Abschied nehmen. Physiotherapeut Jan Adeneuer wurden ebenso verabschiedet wie die scheidenden Spieler. Beruflich zieht es Adeneuer, der seit 2016 für den ABC im Einsatz war und sich den größeren und kleineren Blessuren von Rieder, Gorr und Co. annahm, in die Hansestadt Hamburg, wo er bei einer renomierten Sportphysiopraxis eine neue berufliche Herausforderung annehmen wird.

„Ein überragender Physio und Typ, den wir bei Problemen quasi 24 Stunden am Tag anrufen konnten. Er ist auf, bzw. neben dem Platz und auch bei dem einen oder anderen Mannschaftsabend mehr als nur ein echtes Teammitglied gewesen. Mich persönlich hat er vor den Spielen gegen Metternich und Urmitz noch fit bekommen und mir damit einen schönen Abschluss ermöglicht. Dafür kann ich ihm gar nicht genug danken. Ich denke mit meiner Meinung, dass Jan nicht nur fachlich, sondern auch menschlich eine Riesen-Lücke hinterlässt, spreche ich auch für das gesamte Team.“

(Julian Hilberath)

Der durchtrainierte Hobbyboxer Adeneuer, wusste während seiner Zeit beim ABC durch seine stets gute Laune und extrem hohe Motivation zu begeistern. „Von Beginn an fühlte ich mich wohl im Team und wurde gut aufgenommen, obwohl ich mich doch zuerst an die außergewöhnlichen Charaktere innerhalb der Mannschaft gewöhnen musste. Für viele Spieler war es Neuland einen Physio im Team zu haben, weswegen es gerade zu Beginn meiner Zeit zu vielen merkwürdigen Verletzungen kam, die natürlich „nur“ während des Trainings behandelt werden konnten. Jonny erkannte schnell den Zusammenhang und unterband alle Behandlungen während der Trainingszeit“, so Adeneuer zu seinen Anfängen beim ABC.

„Jan ist ein Ahrweiler Jung, der wunderbar zu uns passte. Er hat als Physio auch einen großen Anteil am Erfolg der Mannschaft. Die Mannschaft und der Trainerstab haben ihm immer voll vertraut und haben sich aufgrund seiner großen Kompetenz auch voll auf ihn eingelassen.“

(Aldin Sukic)

„Von Spielern, die sich während meiner Behandlung mit diversen Dating-Apps die Zeit vertrieben, bis hin zu Jungs, die mich noch am Spieltag darum baten, doch noch irgendwie den Restalkohol rauszumassieren, war alles dabei“, gewährt der 22jährige Jan Adeneuer ein wenig Einblick in seinen Tätigkeitsbereich während seiner zurückliegenden Zeit beim ABC. Drei Patienten bleiben ihm besonders in Erinnerung. „Bei Jan Rieder, der auf dem Platz alles andere als zimperlich gilt, schien oft schon das Handauflegen zu unerträglichen Schmerzen zu führen, sodass die Behandlung diverse Male unterbrochen werden musste“, erinnert sich Adeneuer. „Julian Hilberath und Christoph Ferenc brachten eine ganz eigene Anatomie mit, die ich so noch nicht gesehen habe. Die einzig gute Nachricht an deren Abgang ist die Arbeitserleichterung für den neuen Physiotherapeuten, dessen Arbeitsaufwand sich um einiges geringer gestalten dürfte“, so ein schmunzelnder Adeneuer.

„Aber Spaß beiseite: Für mich war es eine extrem lehrreiche und lustige Zeit beim Ahrweiler BC, wofür ich mich bei der gesamten ABC-Family und vor allem bei der 1. Mannschaft und deren Trainerteam bedanken möchte. Ich hatte immer das Gefühl, dass meine Arbeit und Meinung wertgeschätzt wurde. Dem gesamten Verein wünsche ich in Zukunft weiterhin viel Erfolg! Danke Jungs!“

Lieber Jan, wenn du Lütt un Lütt satt hast und dich wieder nach einem Spitzenrotwein sehnst – du weißt wo du uns finden kannst.

Der ABC bedankt sich ganz herzlich für deine tolle Unterstützung und deinen großen Anteil an zuletzt zwei Aufstiegen.

Machs gut – Bis bald

Foto: Jan Adeneuer (l.), hier bei der offiziellen Verabschiedung durch Abteilungsleiter Lukas Röhle.

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