Noch 2 Tage: Gipfeltreffen in Ahrweiler

Bezirksliga Mitte: Ahrweiler BC vs. FC Germania Metternich

Interview mit David Follmann (1.Vorsitzender / FC Germania Metternich)

Dem 1. Vorsitzenden des FC Germania Metternich, David Follmann, kann man durchaus nachsagen, dass er eine blauweiße Germania-DNA besitzt. Der Diplom-Betriebswirt ist ununterbrochen seit 1993 Mitglied beim Koblenzer Traditionsverein. Als Aktiver Junioren- und Seniorenspieler kam er zumeist in den hinteren Reihen zum Einsatz. Die defensive Grundhaltung hat sich der zweifache Familienvater auch bei der Ausübung seines Postens als 1. Vorsitzender erhalten. Als Hasardeur aufzutreten um dem schnöden Erfolg nachzujagen war für den 39jährigen nie eine Option und wird es auch nie werden. Sein Lebensmotto „Wir sind Germania“ spricht Bände. Follmann lebt und liebt diesen Verein und die Menschen, welche es in unterschiedlicher Intensität durch Mitarbeit und Zuwendungen schon seit 1912 möglich machen, dass der FC Germania in Koblenz sowohl sportlich aber auch in Bezug auf seine soziale Verantwortung eine feste Größe ist.

Das Topspiel der Saison steht an. Wie würdest du aktuell deine Gefühlswelt beschreiben und inwieweit unterscheidet sich das Tagesgeschäft als 1. Vorsitzender im Vorfeld auf die Partie zu den sonstigen Routinearbeiten?

David Follmann:

Da wir auswärts spielen, ändert sich im Tagesgeschäft nicht viel – im umgekehrten Fall würden wir noch einen Fokus auf den Rahmen eines solchen Spiels legen, welches sicherlich einige Zuschauer anlocken wird. So habe ich an der Stelle das Gefühl der gespannten Vorfreude, dass die Saison nun auf die Zielgerade einbiegt und wir ein schönes und spannendes Spiel sehen werden.

Der Verlierer am Sonntag wird nicht aufsteigen. Richtig oder falsch?

David Follmann:

Richtig

Wie siehst du Metternich im Vergleich zum ABC?

David Follmann:

Die Wege der beiden Clubs scheinen in den vergangenen Jahren sehr unterschiedlich. Während die Germania seit einigen Jahren in der Bezirksliga oben mitspielt, ist Ahrweiler wie Phoenix aus der Asche aus der Kreisliga souverän an die Spitze der Bezirksliga gestürmt. Ohne Details zu kennen, scheint es in Ahrweiler ein starkes Interesse daran zu geben, auf kurzem Wege in die Rheinlandliga zu gelangen. In Metternich hegen wir den gleichen Wunsch und werden unsere vor einigen Jahren begonnen Philosophie konsequent weiterverfolgen.

Der FC Metternich spielte bisher eine richtig starke Saison in der Bezirksliga. Hat sich dadurch das Interesse am Verein spürbar verändert?

David Follmann:

Wir spielen seit einigen Jahren stets in der Spitzengruppe der Bezirksliga und verfügen durch unsere große Jugend und die gewachsenen Strukturen über eine sehr breite Basis an Fans und Sympathisanten. Diese sind dem Club und der Mannschaft sehr treu und verfolgen stets das Geschehen. Sicherlich kommt in den entscheidenden Situationen der Eine oder Andere dazu. Das Interesse war und ist aufgrund der langen Tradition und der starken Verankerung in Metternich jedoch konstant sehr groß.

Hohe sportliche Ansprüche und ggf. ein Aufstieg in die Rheinlandliga. Bringt das automatisch eine Veränderung der Vereinsstrukturen mit sich?

David Follmann:

Da unser Konzept mit unseren Seniorenmannshaften, der großen Jugendabteilung und unserem sozialen Engagement sehr langfristig angelegt ist, sind die Vereinsstrukturen entsprechend ausgelegt. Ein Aufstieg in die Rheinlandliga würde interessante Duelle und Derbys mit sich bringen und den Stellenwert des Vereins nach außen hin sicherlich erhöhen. Darüber würden wir uns sehr freuen, jedoch gibt es dabei keine tiefgreifenden Veränderungen für die Struktur. Wir haben in der sportlichen Leitung mit Domme Treis, Robert Hahn und Martin Mattern fachlich und menschlich eine exzellente Positionierung.

Welche Bedeutung hätte ein Aufstieg für das Umfeld des FC Metternich?

David Follmann:

Die Mitglieder und Anhänger der Germania sehnen diesen Schritt herbei. Nach vielen Jahren in der Bezirksliga hätte es die Mannschaft und das gesamte Umfeld absolut verdient, dass die Meisterschaft und der Aufstieg gelingen. Es würde dem Stellenwert und der Tradition des Vereines in der Region gerecht werden und sicherlich auch die Menschen berühren, die die Germania noch aus alten Tagen in der Rheinland- bzw. Oberliga kennen.

Der Weg des FC Metternich wird kurz-, mittel oder gar erst langfristig in die Rheinlandliga führen. Wird darüber hinaus sogar noch „bigger“ gedacht?

David Follmann:

Wir sind ein Verein mit großer Tradition und einer breit angelegten Basis. Wir möchten jungen Menschen eine sportliche und soziale Heimat geben und die Integration in alle Richtungen fördern. Die Rheinlandliga sehen wir als ein angemessenes sportliches Niveau um den Menschen ein sportliches Zuhause und viel Freude im Amateurfußball zu geben. Die Erfahrung zeigt uns, dass alles darüber hinaus keinen signifikanten Mehrwert für den Verein, seine Mitglieder und Anhänger bedeutet. Somit denken wir aktuell nur in diesen Sphären und versuchen unseren Verein in der Form zukunftssicher zu machen, dass Menschen in Metternich auch in den nächsten Jahren noch Spaß in ihrem Verein haben.

Der FC Metternich ist von vielen sportlichen Schwergewichten (RW u. TuS Koblenz, Andernach, MüKä) umgeben. Fluch oder Segen?

David Follmann:

Das sehe ich ganz klar als Segen. Diese Vereine haben untereinander ein Gesicht und agieren nicht in der Anonymität. Der Wettbewerb und auch eine gesunde Rivalität sorgen untereinander für ein angenehmes Miteinander. Man kennt und schätzt sich für das Engagement rund um den Fußballsport und die jeweiligen Vereine. Durch spannende Duelle aber auch von Spielerwechseln zwischen den Clubs entstehen gemeinsame Geschichten und die Leidenschaft für das gemeinsame Hobby bleibt erhalten.

Wie muss man sich den zeitlichen Aufwand eines Vorsitzenden von einem ambitionierten Fußballverein vorstellen?

David Follmann:

Extrem hoch und nur realisierbar mit einem Team, welches über eine entsprechende Kompetenz und Eigeninitiative verfügt. Dazu zähle ich nicht nur das Vorstandteam, sondern alle Menschen rund um den Verein, die sich in irgendeiner Art und Weise einbringen. Je nach Ausbaustufe und Möglichkeit, sind Ehrenämter ein Full-Time-Job neben dem eigentlichen Beruf.

Wenn du in ferner Zukunft nicht mehr Vorsitzender des FC Metternich sein solltest, wird man über dich sagen: „Das war der Vorsitzende, der…

David Follmann:

… alles dafür getan hat, die sportlichen und sozialen Ziele des Vereines nachhaltig zu erreichen.

Wie optimistisch bist du, dass der FC Metternich nach dem letzten Spieltag den ersten Tabellenplatz belegt?

David Follmann:

Sehr optimistisch.

Zum Abschluss bitte noch der obligatorische Ergebnistipp:

David Follmann:

ABC 1, Germania 2

 

 

 

 

 

 

 

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