COACH THOMAS MEYER ÜBER GÖTZE, HUMMELS, RETROSPIELER UND „RICHTIGE TYPEN“

B-JUNIOREN

Thomas Meyer und seine Assistenten David Volz und Niclas Spatz verbreiten Optimismus. „Auf uns warten große Herausforderungen“, so der neue Übungsleiter der B-Junioren zu Beginn der Saison. Sich über einen der beiden ersten Plätze der Kreisklasse für die Leistungsklasse im neuen Jahr zu qualifizieren ist das erklärte sportliche Ziel für den angehenden Pädagogen. Im unserem Interview spricht der Trainer, der selber noch als Spieler aktiv in der dritten Mannschaft tätig ist, u.a. über Tempo, Tore und Talente.

Du hattest in der letzten Saison die zweite Mannschaft der SG Bachem/Walporzheim trainiert. Wie kam es zum Wechsel zum ABC?

Thomas Meyer: Ich hatte in Bachem/Walporzheim eine richtig tolle Zeit! Die Zusammenarbeit mit Mirco Walser und Reiner Ehlen, aber auch meinem Vorgänger Daniel Iacovelli war super! Viele Freunde spielen noch heute in der zweiten und ersten Mannschaft, sodass das Verhältnis immer noch gut ist, auch wenn ich mit den Spitznamen Götze und Hummels nun leben muss ;-). Mein Wechsel zu meinem Heimatverein ist ein Resultat der begonnenen Neuausrichtung im Jugendbereich sowie die Zusammenarbeit mit „alten“ und geschätzten Weggefährten wie z.B. Gerd Treffer und Lukas Röhle. Ebenfalls positiv ist der Einsatz des gesamten Vorstands zu bewerten.

Welche Art von Fußball schwebt euch als Trainerteam vor?

Thomas Meyer: David, Nick und ich haben da viele verschiedene Ideen. Die beiden sind noch „neu“ im Geschäft und sprühen nur so vor Kreativität und Innovation. In einer Sache sind wir uns hinsichtlich der Mannschaft aber direkt einig geworden: Wir wollen disziplinierter werden. Nicht nur im Sozialverhalten, sondern auch was Positionsspiel und fußballerisches Engagement angeht. Ferner wollen wir die Jungs taktisch so sensibilisieren, dass sie in ihren letzten paar Jahren im Juniorenbereich optimal auf den Seniorenbereich vorbereitet werden.

Fiel die Umstellung vom Senioren- auf den Juniorenfußball so aus wie angedacht?

Thomas Meyer:

Gute Frage. Wenn man vorher „richtige Typen“ wie Pascal Zirbel, Benedikt Bauer oder Dirk Durben trainiert hat, muss man seinen Ton schon anpassen ;-). Auch mein ruhigeres Verhalten an der Seitenlinie dürfte nicht nur mich überraschen, sondern auch David, der mich ja auch als Seniorentrainer kennt. Rein sportlich gesehen ist es eher ein Ding der Retrospektive: Ich war über Jahre Jugendtrainer in Ahrweiler und habe auch Erfahrung im Bereich der B- und A-Jugend, sodass ich da vieles schon kannte. Außerdem stehen mir die anderen Jugendtrainer des Vereins mit all ihrer Erfahrung gerne zur Seite.

Die ersten drei Spiele sind gespielt. Was war positiv und was weniger?

Thomas Meyer: Ein Torverhältnis von 16:11 in drei Spielen spricht sicherlich für den Unterhaltungscharakter unserer Auftritte. Gleichzeitig beschreibt es ganz gut unsere Stärken und Schwächen. Wir sind offensiv ziemlich gut aufgestellt, defensiv haben wir noch riesiges Potential besser zu werden.

Welche Spieler haben dich bisher am meisten überrascht?

Thomas Meyer: Es geht uns nicht so sehr um Einzelspieler, vielmehr freuen wir uns über eine erstaunliche Trainingsbeteiligung und das Zusammenwachsen zweier Jahrgänge. Wenn wir beobachten, dass Jungs, die sich gerade erst kennengelernt haben, Späße miteinander machen und sich gegenseitig respektieren, nachdem sie sich die Jahre zuvor kaum wahrgenommen haben, ist das für uns ein positives Signal. Das bestätigt uns in unserer Arbeit und den Verein in seiner neugewonnenen, positiv-produktiven Philosophie. Ich freue mich auf die kommenden Herausforderungen, die wir zusammen mit unserem vielversprechenden Team gemeinsam erfolgreich meistern werden.

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