ABC-LEGENDEN: UDO BERNARDS – SCHLITZOHR UND KNIPSER

Viele Vereine können auf Spieler verweisen, die mit einer einstigen Ära in Verbindung gebracht werden, bzw. diese Ära selber geprägt oder mit gestartet haben. Es sind die Namen die auch noch Dekaden nach Beendigung der aktiven Karriere bekannt sind und zumeist für eine gute und erfolgreiche Zeit stehen. Auf der ganz großen Bühne des Fußballs fallen einem u.a. spontan Ryan Giggs und Manchester United oder Toni Schumacher und der 1. FC Köln ein. Und auch beim Ahrweiler BC gibt es diese Legenden. Einer der ganz großen Spieler der jemals das Vereinstrikot getragen hat ist Udo Bernards. Der 1966 geborene und gelernte Bauzeichner mit der eingebauten Torgarantie spielte seine gesamte Seniorenzeit nur für den Ahrweiler BC. Und auch heute trägt er noch das ABC-Wappen auf der Brust des Trikots der Alten Herren. Lediglich in der Jugend gab es kurze Intermezzi in Walporzheim und Dernau. Der Mann mit dem Lebensmotto „Immer gute Laune“ gehörte u.a. in der Saison 1987/88 einer Mannschaft an, die in der Verbandsliga als Aufsteiger nur knapp am Aufstieg zur Oberliga scheiterte. Es war eine der stärksten Phasen in der langjährigen Vereinsgeschichte. Namhafte Weggefährten wie bspw. Spielertrainer Birk Hilberath, Wolfgang Joosten, Uwe Deckenbrock, Uli Weidenbach, Kurt Königsfeld und Markus Högner standen damals mit Udo Bernards in einem Team, welches das stärkste im Kreis Ahrweiler war. Durch seine starken Leistungen gehörte er auch zwei Jahre der Rheinlandauswahl an. Dort hat er u.a. auch mit Rudi Thömmes von Eintracht Trier im Länderpokal zusammengespielt. Neben seinen unfassbar guten individuellen Fähigkeiten wie seinem Torriecher und der Gabe als Kombinationsspieler zu glänzen, ist auch der Teamgeist des Ausnahmespielers stets vorbildlich gewesen. Sein einstiger Mitspieler Uli Weidenbach weiß von einem integrativen Charakter zu berichten, der stets um das Wohl der Truppe bemüht war. Udo Bernards, der heute den Ahrweiler BC wieder sehr positiv wahrnimmt, nennt spontan Birk Hilberath, Kurt Königsfeld, Uli Weidenbach und Wolfgang Keller als die stärksten Mitspieler seiner Zeit beim ABC. Im Nachgang auf diese Aussage fallen ihm allerdings noch etliche andere Weggefährten ein. Eines seiner unvergesslichen Spiele für die Kreisstädter fand in der Spielzeit 1987/88 statt. Mit der 0:1 Niederlage gegen den späteren Aufsteiger TuS Mayen geriet der ABC im Aufstiegskampf ins Hintertreffen. In erster Linie war es aber der Beinbruch seines Offensivspezis Wolfgang Joosten, was Udo Bernards diese Partie so unvergessen macht. Zumeist über die Alten Herren pflegt Udo Bernards noch heute regen Kontakt zu den „Jungs“ aus seiner größten sportlichen Epoche. Heute wie damals gab es in diesem Team ein starken Zusammenhalt. Neben dem Kick bei der AH ist er auch noch als Jugendtrainer bei der SG Heimersheim aktiv, wo er seinen Sohn bei den C-Junioren betreut. Udo Bernards hat die Hoffnung, dass der Ahrweiler BC in den nächsten Jahren sich als führender Verein in der Region etablieren kann. Und der Ahrweiler BC wiederum hofft, dass irgendwann eines der vielen Talente in die extrem großen Fußstapfen der Legende treten kann. Sportlich sollte das bei den derzeit vielen hoffnungsvollen Nachwuchsspielern schon möglich sein. Aber in Verbindung mit dem Charakter und der Einstellung eines Udo Bernards könnte es noch eine ganze Weile dauern. Udo Bernards ist halt eine echte Legende des ABC.

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