Ahrweiler BC III fährt die nächsten Punkte ein

Große Leidenschaft und Emotionen im Ahrstadion

Das letzte Heimspiel der Saison für die Dritte fand am vergangen Freitag statt. Dieses Spiel stand von Beginn an unter einem besonderen Stern. Hüseyin „Selami“ Tunc schnürte zum letzten Mal die Fußballschuhe im heimischen Ahrstadion.
Bis in die Haarspitzen motiviert ging die 3. Mannschaft gleich von Beginn an in die Partie gegen die TG Namedy II um „Selami“ seinen letzten Heimsieg schenken zu können. Das war wohl auch der Grund, warum der erste Torjubel nicht lange auf sich warten ließ. Gleich in der 2. Minute konnte M. Wohlgefahrt den Ball über die Linie drücken. Ein Freistoß von Sommer erreichte am langen 5´er-Eck M. Wohlgefahrt, der diesen Ball mit Gefühl per Direktabnahme im Tor unterbrachte. Sichtlich überrascht ob der frühen Führung agierten alle ABC-Kicker in der Folge nachlässig. Durch mangelndes Zweikampfverhalten und fehlende Konzentration im Passspiel ergaben sich nur kurze Zeit später die ersten Torchancen für die Gäste aus Namedy, doch erst der vierte Schuss wurde wirklich gefährlich. Gästestürmer Brüsselbach, ein ehemaliger ABC-Spieler, setzte sich auf der rechten Seite durch, drang in den Strafraum ein und scheiterte aus kurzem Winkel an Torhüter Tappe, der den Ball ins Toraus ablenken konnte. Die folgende Ecke wurde mit einem langen Befreiungsschlag geklärt, doch der erhoffte Konter kam nicht zu Stande, da ABC-Stürmer Haubrichs nicht das nötige Tempo aufbringen konnte. Kollektive Schnappatmung machte sich dann in der 15. Minute im Ahrstadion breit. Ein Stürmer der Gäste wurde mustergültig per Schnittstellenpass bedient und lief allein auf Keeper Tappe zu. Doch wie zuvor auf der Gegenseite fehlte auch hier die Geschwindigkeit. Jashanica und T. Jerrentrup konnten den Angreifer noch einholen und eroberten in letzter Sekunde das Spielgerät. Die letzte Torchance der ersten Halbzeit ergab sich in der 25. Minute durch M. Wohlgefahrt. Sommer eroberte auf der linken Seite den Ball, spielte zu Krause, der den besser positionierten M. Wohlgefahrt sah und legte die Murmel quer. Dieser setzte einen fulminanten Torschuss aus 17 Metern ab, doch Gästekeeper Kollmer konnte parieren. Bis zur Pause verflachte das Angriffsspiel auf beiden Seiten, wodurch sich die Partie größtenteils im Mittelfeld abspielte.
In der Halbzeitansprache fanden die Trainer J. Jerrentrup und D. Wohlgefahrt wohl die richtigen Worte. Taktisch war das Spiel zwar weiterhin kein Hingucker, doch der Wille und Kampfgeist verbesserte sich sichtlich. Für den konditionell an sein Limit gekommenen Haubrichs kam Hasani in der 53. Minute ins Spiel und konnte etwas frischen Wind in die Offensive bringen. Dies hatte leider zur Folge, dass der pfeilschnelle Brüsselbach in der 61. Minute über die rechte Seite durchstoßen konnte und seine missglückte Flanke im langen Torwinkel landete. „Zu diesem Zeitpunkt war es längst überfällig das wir einen Gegentreffer bekommen. Das war allerdings auch der Weckruf den wir brauchten!“, so Kreisstadtcoach J. Jerrentrup. Ab diesem Moment verlagerte sich das Spiel zunehmend in die Hälfte der Gäste und so kamen die ABC-Kicker zu mehreren Torchancen – allerdings ohne den gewünschten Erfolg. Nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung eroberte Neff den Ball am gegnerischen Strafraum und legte auf M. Wohlgefahrt ab. Scheiterte er in der ersten Hälfte noch aus der Distanz, so netzte er dieses mal aus gut 20 Metern ein. Diese erneute Führung konnte bis zum Schluss verteidigt werden und brachte „Selami“ sein Abschiedsgeschenk.
In der 88. Minute war es soweit. „Selami“ bekam seinen letzten großen Auftritt. Unter tosendem Applaus der 60 Zuschauer verließ „der kleine Kampfzwerg“ das letzte Mal die Asche des Ahrstadions!
„In erster Linie bin ich froh endlich mal ein knappes Spiel gewinnen zu können. In der Vergangenheit haben wir solche Spiele in letzter Minute noch verloren. Auch wenn es kein fußballerisches Glanzstück war, war es uns allen wichtig Selami einen schönen Abschied zu bereiten. Dieses Spiel wird er so schnell wohl nicht vergessen!“, so J. Jerrentrup nach dem Spiel.

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